Meine erste Erfahrung mit DAB+

Heute habe ich zum ersten mal meinen neuen DAB+-Empfänger in Betrieb genommen.

Das Empfangsmodul der Firma Tivizen ist in der Lage, DMB, DAB und DAB+ zu empfangen, über den terristrischen Empfangs-Weg. Laut Wikipedia basiert T-DMB auf dem Standard DAB, der um audiovisuelle Inhalte erweitert wurde. Die meisten Radiosender, die jetzt im digitalen Rundfunk zu hören sind, nutzen aber soweit ich weiß DAB+. So zum Beispiel auch DRadio Wissen.

Das Radio-Modul wird an mein Smartphone angesteckt und hat einen Akku, der per Zusatz-Kabel geladen werden muss. Ein gleichzeitiges Laden des Handys selbst scheint dann nicht möglich zu sein, da die Ladebuchse vom Handy ja vom Radiomodul blockiert ist.
Da mit dem aktuellen Modell der iPhone-Serie der Stecker geändert wurde, passt das Modul leider nicht direkt ans Handy, sodern muss über einen „30Pin-to-Lightning„-Adapter angeschlossen werden.
Der erste Adapter von einen No-Name-Hersteller war zwar preisgünstig, funktionierte aber nicht. Warum auch immer. Das Radiomodul wurde nicht erkannt. Also mußte doch der wesentlich teurere Original-Adapter her. Damit hat es dann funktioniert, und die Radiosoftware ließ sich starten.

Ich bin dann mal so durch Braunschweig gefahren auf dem Rückweg von der Arbeit, das Handy auf dem Beifahrersitz, die Kopfhörer-Buchse Line-In meines Auto-Radios verbunden und das Radiomodul eingesteckt, und hab mal ein bisschen DRadio Wissen gehört.
Obwohl laut digitalradio.de der Empfang hier in Braunschweig ganz gut sein müßte,
hatte ich doch bestimmt auf 50% der Fahrstrecke mehr oder weniger starke Aussetzer bis gar keinen Empfang. Entweder liegt’s an der kleinen Antenne des Geräts, oder an der (doch noch zu schlechten?) Flächendeckung der Sendemasten, oder an den Hochhäusern (z.B. bei der Uni), wo einfach nicht genug Signal durchkommt. Mit einem bisherigen Analog-Radio hat es dort auch schon immer geknirscht. Beim Digitalradio heißt es hingegen: Signal ja oder nein.

Mal gucken, ob der Empfang bis 2015 noch etwas besser wird. Wobei wir hier schon 2 Sendemasten in der Nähe haben, soweit ich weiß!
Früher, als die Autoradios noch genormt waren, und man einfach ein bestehendes gegen ein neues tauschen konnte (passten ja alle in den selben Schacht im Armaturenbrett) war die Welt noch schön. Heute kocht ja fast jeder Fahrzeughersteller sei eigenes Süppchen. Und wenn ein Authersteller dann nunmal kein DAB-Radio im Sortiment hat, oder es – so wie bei meinem Autohändler – selbst nichtmal beantworten kann und stattdessen auf irgendwelche externen Dienstleister verweist: Dann hat der Kunde einfach Pech gehabt! Dann ist Funkstille in ein paar Jahren. Ärgerlich, aber anscheinend nicht zu ändern. Kein Wunder, dass viele Kunden verunsichert sind, wenn es um den Kauf oder die Beratung eines DAB-fähigen Radio geht.

Als das Analog-TV Ende April 2012 abgeschaltet wurde, hat es vermutlich kaum jemand bemerkt, weil viele zu der Zeit schon über Satellit, Kabel, DVB-T (Digital Video Broadcast – Terristrisch) oder gar per Internet-Stream geschaut haben.

Und beim Radio? Da dudeln die Analog-Radios noch munter vor sich hin, gerade im Auto.
Ein paar Jahre bleiben noch, bis auch dort heißt: Auf Wiedersehen, Analog! Willkommen, Digital!

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