The Flood – Versuch einer Song Struktur Analyse

Soooo heute gibt’s mal eine Song-Struktur-Analyse von mir,
zum Song „The Flood“ von Katie Malua.
Warum? Weil ich Bock drauf hab 😉

Falls irgendjemand der Meinung ist, dass ich komplett falsch analysiert habe oder einfach
anderer Meinung ist, oder einfach seinen Senf dazu geben will: Bitte sehr 🙂

Bei „The Flood“ handelt sich – laut YouTube-Video – um ein 4:01 Minuten-Lied.
Für Radio ist das okay, meine ich. Damit handelt es sich vermutlich um ein Lied mit typischer
„Radio-Länge“. Und meiner Meinung nach ist es für dieses spezielle Lied zu kurz!
Die Struktur ist:

Intro – Strophe – Refrain – Strophe – Refrain – schneller Mittelteil – Refrain – Outro

Das ist nicht sooo üblich für Songs, aber etwas völlig Neues nun auch nicht.

Es beginnt mit 4 Takten Intro.
Danach folgen 6 Takte Strophe – das kommt nicht so häufig vor. Normalerweise würde man hier 8 Takte erwarten – das erzeugt das Gefühl, dass es „abgeschlossen und vollständig“ ist.
Stattdessen wird nach 6 Takten quasi der Weg abgeschnitten, und es beginnt eine weitere Strophe nach selbem Schema. Diese endet nach 7 Takten! Das ist fast noch ungewöhnlicher, auch hier wird einem der Weg abgeschnitten.
Dann folgen 8 Takte Refrain. Hier hat man als Hörer das Gefühl: „Ja, das stimmt alles, es ist richtig“
Nach dem Refrain folgen wieder ungewöhnliche 7 Takte Strophe, danach wieder vollständige 8 Takte Refrain.

Ab dann setzt ein schneller Mittelteil ein, dem – meiner Meinung nach – William Orbit seinen Stempel aufgedrück hat. Das ist prima gelungen!
Es folgen 4 x 8 Takte, die sich permanent in Instrumentierung und Effekten steigern.
Im letzten der 8 Takte wird das Lied relativ zügig wieder auf „Normaltempo“ abgebremst. Es bleibt ja nur 1 Takt dafür Zeit, darum hat man das Gefühl, dass es recht abrupt ist.
Danach folgen wieder vollständige 8 Takte Refrain, und – damit sich der Kreis schließt – 4 Takte Outro.

Warum wurde nun diese eher unübliche Kombination aus 6 und 7-Takt-Strophe gewählt?
Um den Song vom „normalen“ abzuheben, ihn spannender zu machen?
Um möglichst viele Elemente in den 4:01 Minuten unterzubringen, weil sich einige Radio-Stationen sich sonst weigern würden, das Lied zu spielen? Aus Angst, dass es in den verbleibendnen 2 bzw 1 Takten an „Spannung“ verliert?

Ich weiß es nicht. Das wissen vermutlich nur die Songschreiber.

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