Südthailand-Bericht 2010

Hier kommt ein kleiner Süd-Thailand-Reisebericht.

Bevor alle fragen:
Ein paar Fotos gibt’s unten auf der Seite.
Teilweise ist die Reihenfolge evtl etwas verdreht, und vollständig ist er auch nicht, aber ich kann beim besten Willen nicht jedes Detail aufschreiben, denn dazu waren es einfach viel zu viele.

Erstmal vielen Dank an unseren Reiseleiter „Nipon“ und seinen Fahrer „Oh“,
die beiden haben einen absolut klasse Job gemacht!

Es ging ja schon gut los:

Montag Morgen (22.03.10, thailändische Zeit) sind wir nach 10 Stunden Flug in Phuket gelandet.
Dann ging es zum Merlin Hotel. Dort einchecken usw, Pause machen,
das Übliche halt was man so macht, wenn man nach so nem Flug im Hotel ankommt.

Mit einem „Bus“ (wenn man das so nennen kann) ging es dann nach Patong.
Dort haben wir uns etwas die Stadt angeschaut, und waren in der 2.-Stelle des Merlin-Hotels (welches in Patong viel paradisischer war), wo wir erstmal was getrunken haben. Genau das Richtige bei der Hitze. Ich vermute, es waren so um die 32-35 °C. Vorher waren wir noch bei McDonalds, einfach nur, um der bösen Hitze mal zu entkommen und sich in einen klimatisierten Raum setzen zu können. Innerhalb der 15 Minuten, die wir bei McDonalds saßen, fiel dort übrigens 2x der Strom aus.
Wir wollten dann zurück nach Phuket Stadt, in unser Hotel. Entweder mit dem „Bus“, der aber erst später fuhr,
oder einfach mit der „Tuk Tuk“, von denen es ja hunderte gibt! An wirklich jeder Straßenecke. Meistens ist das ein kleines Auto mit einer Art Ladefläche hintendrauf, könnte aber wohl auch ein Moped mit größerem Beiwagen sein.
Vorher hatten wir unseren Reiseleiter gefragt, was er denn vorschlagen würde, das man denn bezahlen solle für die Strecke. „Naja, so mehr als 200 Bahrt würde ich nicht zahlen“.
Das gute ist, dass man selbst gar kein „Taxi Taxi“ oder „Tuk Tuk“ suchen muss, sondern man wird alle paar Meter gefragt, ob man nicht eins braucht. Und dann geht das los:
„Hallo Hallo Tuk Tuk Tuk!!??“

Visitenkarte vom Hotel rausholen, vorzeigen.
„Aaaah Merlin Hotel .. ok ok 400 Baht“
400?? Hmmm 150?
150??? 300.
No … 200.

No .. no no 200. 400.
No thanks, bye.

Als Faustregel sagt man wohl, dass, wenn der Händler/Dienstleister einen Preis nennt, man erstmal ca 1/3 davon nennen soll! Was ihm natürlich zu wenig ist. Also trifft man sich meist irgend in der Mitte (und vermutlich ist auch das noch zu teuer, das „Touristen-Lehrgeld halt“ 😉
Aber auf 200 wollte sich keiner der Tuk Tuk-Fahrer einlassen! Vielleicht sind wir einfach schlecht im Verhandeln.

Jedenfalls haben wir dann später den regulären Merlin-Hotelbus genommen, und waren 30 Minuten später wieder in unserem klimatisierten Hotelzimmer.

Abends wollten wir dann nochmal was essen gehen – und zwar außerhalb, also nicht im Hotel. Also wieder in die Hitze.
Problem 1: Straße überqueren. Wie macht man das, ohne überfahren zu werden von den unzähligen Mopeds, Motorrädern und Autos. Das ist echt die Hölle! Teilweise sitzen die Leute zu viert auf den Mofas! Oft zu dritt. Polizeilich erlaubt sind zwei.
Dass bei der Hitze so gut wie niemand einen Helm aufhat, verwundert kaum.
Irgendwann sind wir dann heile über die Straße gekommen, und haben uns erst einmal umgesehen.
Auf der Suche nach einem Restaurant haben wir alle möglichen Seitenstraßen und Hinterhöfe abgeklappert.
Hier sah es teilweise noch schlimmer aus als in Patong! Einen richtigen Fußweg (so wie man das hier bei uns kennt) gab es irgendwie nicht, dafür aber unzähliche Möglichkeiten, sich den Fuß zu brechen oder sich auf die Nase zu legen.
Sei es, weil auf einmal größere Löcher im Boden waren, 40 cm große „Boden-Spalten“, Gullis, wo der Deckel halb zerstört war, irgendwelche Wellblech-Gitter, oder Pappen, wo man nicht genau wusste, ob man da jetzt drauftreten sollte oder nicht. Außerdem baumelten Telefon- (und Strom??)Kabel teilweise in Brust- und Augenhöhe,
und einige Stromkästen waren dermaßen von den Masten gerostet, dass sie statt an 4 nur noch an einer Schraube hingen.
Ein einige Hinterhöfe sollte man besser nicht schauen, denn sonst stellt man sich unweigerlich Fragen wie:
Ist das da

a) eine Recycling-Fabrik
b) ein Klärwerk
c) ein Schlafplatz
c) die Küche von dem Restaurant auf der Vorderseite

Tipp: Antwort a) ist fast unmöglich, denn der (Plastik?)-Müll wird in Thailand oft am Straßenrand verbrannt, und das ist wohl nichtmal
illegal.
Ich weiß was es war. Aber man darf halt nicht vergessen, dass Thailand nach wie vor ein Schwellenland ist. Man muss sich daran gewöhnen, dass in den Nicht-Touristischen Gegenden die Küchen halt nicht so aussehen wie hier in Deutschland. Aber man muss ja dort auch nicht essen gehen. Es gibt ja hunderte, eher tausende Alternativen.
Allerdings viele dieser kleinen „Garküchen“ an den Straßenrändern, wo man sich fragt, wie die überhaupt überleben können, bei dieser irrsinnigen „Konkurrenz“. Denn ich glaube kaum, dass viele Touristen dort essen.

Also weitersuchen, nach einem Restaurant oder ähnlichem, von den man glaubt, dass der verwöhnte europäische Magen es einem dankt.
Auf einmal standen wir mitten auf einem gigantischen Markt! Ich vermute mal, dass alles Lebensmittel waren,
denn er war kaum zu überblicken. Ein Menschen-Gewimmel ohne Ende, und – soweit ich das gesehen habe:
Alles Asiaten. Kein ein einziger Europäer. Man kann gar nicht beschreiben, was es hier alles zu kaufen gab.
Jedenfalls kann ich empfindliche Leute nur warnen: Wer hier hingeht, hat die nächsten zwei Tage danach evtl keinen Appetit mehr 😉
Wir wagten uns an etwas, was wie Kartoffeln aussah – und hier lauerte das nächste Problem.
Mir war schon vorher aufgefallen, dass so gut wie niemand von den Leuten hier auch nur ein Wort englisch kann.
Verständigung war quasi unmöglich. Nur: in Asien gibt man Schwächen ungerne zu. Also wird höflich gelächelt und genickt, und teilweise – wenn es mehrere Leute sind – dabei noch gekichert. Aber dazu später mehr.
„Is that Potato“?
Ah okay … also ein paar davon gekauft. Es stellte sich dann raus, dass es sowas wie frittierter Pfannkuchen
in Kugelform war. Oder sowas ähnliches. Aber ich hab keine Magenschmerzen davon bekommen 🙂
Ich weiß jetzt auch, wo die ganzen Energiesparlampen verkauft worden sind, und zwar die „Daylight-Lampem“, diese grell-weißen, die hier niemand im Wohnzimmer haben will: Auf dem Markt !!
An jedem Stand sind sind einfach Kabel mit Fassungen über die Stangen gelegt worden, und da wurden diese Lampen reingeschraubt. Scheint da die Standard-Methode zu sein. Vielleicht würde sonst wieder der Strom ausfallen,
wenn jeder 500-Watt-Fluter nehmen würde 😉

Danach haben wir dann tatsächlich ein kleines „Restaurant“, naja, eher Bistro gefunden. Ganz in der Nähe unseres Hotels. Auch hier: Englisch? Fehlanzeige. Nur die Chefin konnte ein bißchen was.
Also haben wir uns einen Tisch ausgesucht, und sofort stürmten 4 Thai-Mädels neugierig auf uns zu.
Während die eine die Getränke- und Speisekarte hinlegte, schrieb die andere irgendwas auf, die 3. holte die Chefin, und die 4. war auch irgendwie beschäftigt, es ist jedenfalls immer wuselei. Und gerade mal NICHTS zu tun ist, wird das Handy rausgeholt, getippt oder telefoniert. Permanent. Immer. Das scheint sowieso das absolute Lieblings-Spielzeug der Asiaten zu sein.
Ich hab dann einen „Tea“ bestellt, und scharfen Reis. Irgendwann kamen die Sachen dann auch, und wieder wuselten zig Mädels um einen rum. Während die eine die Karten vom Tisch nahm, stellte die andere die Teller hin, die 3. die Gläser, und die 4. drehte die Strohhalme alle in die selbe Richtung. Daran muss man sich erstmal gewöhnen.
Ähm .. hatte ich nicht Tee bestellt? Keine Ahnung was es war, jedenfalls waren viele Eiswürfel drin, und den Geschmack kannte ich auch nicht. Jedenfalls kein normaler heißer grüner Tee. Na egal.
Mein Reis war dafür wirklich extrem scharf! Kaum zu essen. Und auch den Geschmack kannte ich überhaupt nicht.
Das thailändische Thailand-Essen ist eben doch oft anders als das europäische Thailand-Essen, was man hier so kennt.
Ach ja, woran man sich auch gewöhnen sollte: Während man ißt, steht meistens, 1 bis 2 der Bedienungen in wenigen Metern Abstand am Tisch und gucken zu. Nein, sie gucken nicht zu, sondern sie warten. Darauf, dass man eine Frage hat, oder noch was bestellen will, oder sonstwas. Und sobald man das Glas halb ausgetrunken hat, kommt sofort einer und schenkt wieder voll.
Das ist in sofern sehr ungewohnt, weil man sich ja doch stark beobachtet fühlt beim essen. Man denkt immer:
„Hallo, kann ich vielleicht mal in Ruhe essen?!“
Da hilft nur: Ignorieren lernen.

Nach diesem Erlebnis ging es dann zurück ins Hotel. Erstmal schlafen.

Dienstag, 23.3.10:

Heute morgen haben wir zuerst am Straßenmarkt verschiedene Früchte probiert, zu denen uns
„Nipon“ viel erzählen konnte. Hinter dem Obststand war ein Sofa aufgestellt. Alles deutete darauf hin,
dass der Verkäufer quasi ständig an seinem Obststand lebte, und auch hier schlief.

Dann aben wir eine große Buddha-Figur gesehen, an der noch gebaut wurde.
Außerdem einige Tempel, und viel über Buddhismus gelernt. Das ist übrigens der Vorteil, wenn man mit solch einer kleinen Reisegruppe (meine Eltern, der Reiseleiter, der Fahrer, und ich) unterwegs ist:
Man lernt wahnsinnig viel, kriegt quasi einen Privat-Kurs in der asiatische Welt.
Wir haben gezeigt bekommen, wie – noch heute – Cashewkerne aus ihren Schalen gepult werden. Das konnten wir kaum glauben. Was für eine übelste Schweine-Arbeit! Da wundert mich der relativ hohe Preis überhaupt nicht mehr.
Später haben wir dann noch eine thailändische Musik-Show besucht, was total klasse war!
Auch hier gab es – wie in bisher allen Hotels – vorher ein Begrüßungs-Getränk.
Die Show war richtig nett, auch wenn kaum Zuschauer da waren. Ich schätze mal, es waren maximal 10.
Aber die Künstler hatten riesigen Spaß, sie haben sich selbst nicht so furchtbar ernst genommen,
und man hat ihnen den Spaß in jeder Sekunde angemerkt. Es war alles sehr bunt, viele Sachen waren von LiveMusik begleitet. Was die Beleuchtung angeht, war vieles improvisiert. Selbstgebaute Schweinwerfer-Reihen z.B.
Da werden einfach viele Lampen (meistens PAR 38, scheinen beliebt zu sein in Thailand) nebeneinander gebaut, dann kommt ein Blechkasten drum, und fertig. Sowieso ist in Thailand – zumindest was wir so gesehen hatten – vieles selbst gebaut und zusammengezimmert. Hauptsache: es funktioniert. Gegen Ende der Show wurde zugar eine eine Zuschauerin auf die Bühne geholt, und die hat das auch echt super hinbekommen. Vielleicht war sie auch „eingeweiht“, keine Ahnung,
denn ICH hätte nicht so fehlerfrei da zwischen den Bambus-Stangen hin- und herspringen können.

Die Künstler waren übrigens Angestellte von dem Restaurant, wo wir vorher Mittag gegessen hatten, wenn ich das richtig verstanden habe.
Außerdem wurde die Musik für die Touristen etwas schneller gespielt, und somit die Showzeit etwas verkürzt.
Für „Thai-Publikum“ werden die Stücke wohl um einiges langsamer gespielt.

Außerdem haben wir eine Orchideen-Farm besucht 🙂

Mittwoch, 24.3.10:

Heute waren wir in Ranong (?) auf dem Fischmarkt!
Hölle!!! Das muss man gesehen haben, das ist echt unvorstellbar.
Hier sind auch viele Menschen aus Burma. Die sind so arm, dass sie kein Geld für
Sonnencreme haben. Darum schmieren sie sich so ein gelbes Pulver ins Gesicht, das aus einer
Baumrinde oder so gewonnen wird. Leider weiß ich nicht wie es heißt, und bekommen haben wir es auch nicht.
Soll aber wohl auch ganz gut für die Haut sein.

(Nachtrag: Das Holz des Thanakabaumes dient zur Herstellung der burmesischen Schminke)

Zu dem Fischmarkt kann ich nichts weiter schreiben, dass muss man sich selbst angucken, sonst glaubt man es nicht.
Danach mussten wir erstmal unsere Schuhe von dem Fischgeruch säubern, sonst hat man später viel Spaß im Hotelzimmer!
Aber unser Reiseleiter kannte sich allerbestens aus, hatte sowieso viele Kontakte, und wusste auch, wo es in der Stadt einen Wasserschlauch gab hinter einem Obststand gab, den er auch einfach so benutzen durfte – auch wenn der Verkäufer gerade nicht da war.

Danach waren wir bei einer heißen Quelle (Raksawarin Hot Spring). Das war toll 🙂
Es gab mehrere Abstufungen, also mehrere Becken. Je weiter von der Quelle entfernt, desto kälter.
Das kälsteste war glaube ich 40 Grad. Das heißeste, also die Quelle selbst, 65 Grad.
Ist natürlich viel zu heiß, aber die 40 Grad, gehen, nachdem man sich langsam dran gewöhnt hat.
Man konnte sich auf den Rand setzen und die Füße reinhalten, oder auf Pfählen ablegen, wenn es einem zu heiß wurde.
Einige Meter weiter war eine große Steinfläche, es sah aus wie ein Hockey-Spielfeld. Es war dicht an der Quelle,
und unter dem Steinboden wurde das heiße Wasser langgeleitet, sodaß man sich in aufgemalte „Liegebuchten“ auf den warmen Boden legen konnte. Eine nette Idee! Als wir da so lagen und etwas entspannten, sahen wir am Rand des Feldes einen leeren Rollstuhl stehen. Davor eine asiatische Familie, die um einen alten Mann herumknieten, der – so wie wir – auf dem Steinboden auf dem Rücken lag. Sie beteten.

Nach den heißen Quellen ging es weiter zum Hahnen-Kampf.
Der Kampf ging allerdings erst eine Stunde später los, also konnten wir ihn nicht sehen.
Machte aber nichts, die Eindrücke der vielen Leute (überwiegend Männer) und Hähne haben gereicht.
Die wurden mit Kraftfutter aufgebaut, trainiert und massiert – kein Witz!
Teilweise betrugen die Wetteinsätze 30000 Baht. Das sind fast 690 Euro! Die Thailänder wetten ja für ihr
Leben gern. Einige (oder alle?) Hähne wurde ein kleines Ziegenhorn an den Fuß geschnallt, damit sie dem gegnerischen
Hahn größere Verletzungen zufügen konnten.
Danach waren wir bei einem Flugzeugträger (ich glaube, es war ein Denkmal) chinesisch essen. Das chinesische essen ist ähnlich wie das Thailändische, aber nicht ganz so scharf. Auch hier gibt es meistens eine Suppe vorweg, danach mehrere Schüsseln mit Gemüse, Fisch, Fleisch, Kokosmilch, Curry usw, also nicht alles einzeln, sondern meist sind es 3 Schüsseln, zusammengefasst. Zum Nachschärfen gibt es meist eine Art Öl, das Chilli enthält. Sah in jedem Restaurant fast gleich aus (ist trotzdem immer selbst gemacht), aber bei einigen war ein nicht zu identifizierendes Gewürz drin, oder Essig, keine Ahnung, jedenfalls hat es absolut wiederlich gerochen und geschmeckt. Da waren wir drei uns einig.
Also vorher lieber mal dran riechen, bevor man sich einen Löffel davon auf das Essen macht.
Dazu gibt es Reis. Nudeln gab es so gut wie nie. Wenn, dann Reisnudeln (sehr, sehr wabbelig, nicht jedermanns Sache, teilweise auch Glasnudeln, in der Suppe) Als Nachtisch gibt es meist Obst: Ananas, Mango, Papaya, manchmal Drachenfrucht, wobei die eigentlich nach fast nichts schmeckt. Sieht nur schön aus. Manchmal wurde Salz zu den Früchten gereicht.
Und die Thailänder essen fast alles mit dem Löffel (rechts) und Gabel! Messer gibt es quasi nie, und Stäbchen ebensowenig.

Danach haben wir ein altes Weberdorf besucht. Unfassbar, wie dort noch gearbeitet wird. Angeblich ist es „echt“, also nicht nur für die Touris aufgebaut. „Dorf“ stimmt auch nicht ganz. Es ist eine große Halle hinter einem Stoff-Geschäft, in der viele Leute arbeiten. Auf Webstühlen, die hier nichtmal im Museum stehen würden! Die meist älteren Frauen sitzen teilweise auf Holzstangen, und arbeiten bis zum Umfallen. Eine Frau ist direkt an ihrem Arbeitsplatz eingeschlafen. Die Farbe für die Stoffe kommt übrigens von einer deutschen Firma, wenn ich es richtig im Kopf habe. Vorne im Laden wird der Stoff verkauft. Daneben aber noch zig andere Kleidungs-Stücke, Tücher usw, ein Riesen-Sortiment. Das kann unmöglich alles dort in der Weberei hergestellt worden sein.
Das ist sowieso kaum zu verstehen, wie Leute dort heutzutage noch arbeiten. Klar, so haben alle Arbeit.
Aber ob diese Leute wissen, dass es längst Maschinen gibt, die diese Arbeit zig hundert Mal schneller machen können?
Oder wollen/sollen sie das gar nicht wissen? Ich weiß es nicht. Jedenfalls habe ich solche Arbeitsbedingungen noch nie im Leben gesehen. In einem Laden nebenan hat eine junge Frau Tücher oder Tischdecken zusammengenäht, mit einer Singer-Nähmaschine! Das ist ja einer der großen deutschen Hersteller von Nähmaschinen. Auch diese sah aus wie aus der Steinzeit, aber funktionierte noch. Nur wenn man den Berg an Roh-Stoff auf dem Boden gesehen hat, ist einem Lachen vergangen. Das soll ALLES per Hand zusammengenäht werden?? Schnell raus aus der Fabrik, vermutlich war das eben alles nur ein böser Traum …
Draußen vor unserem Bus – übrigens ein Toyota Commuter (Hiace) – sahen wir auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine alte Frau, vor dessen Haus (?) es sowas von müllig aussah, dass man fast meinen könnte, es sei eine Müllhalde.
Das war schlimm. Wenn man sowas sieht, zweifelt man, ob Thailand ein Schwellenland ist, oder doch noch zur 3. Welt gehört.
Nachmittags oder Abends ging es dann in ein Kongress-Hotel.
Von dort aus sind wir dann nochmal zu Fuß los, in ein großes Einkaufs-Zentrum, eine neue Speicherkarte für Eberhards Digicam kaufen. Mal wieder Hölle!!!
Man kam sich vor, wie auf der CeBit. Ein Riesen-Lärmpegel, überall blinkte es, alles voller Menschen.
Speicherkarte. In welchem der vielen kleinen Läden kriegt man die? Mobile-Shop? Wohl nicht.
Ha! Ein Laden mit Digicams. Und – man staune: Nur EINE Verkäuferin dort! Anfang 20, das kannten wir ja schon.
Im Mobile-Laden nebenan standen 3 Verkaufs-Mädels vorne am Empfangs-Tresen, und 5 an dem Tresen dahinter. Ein Kunde war nicht im Laden. Aber mich überraschte das mittlerweile nicht mehr. Hier wundert man sich über kaum noch etwas.
Also rein in den Digicam-Laden. Memory-Card for Digital-Camera? „We have“.
Sie zeigte uns eine 2 GB und eine 4 GB-Karte. „How much?“
Den Preis weiß ich nicht mehr, aber sie sagte bei jeder Karte exakt den selben.
Hm? Nochmal gefragt. Wieder derselbe Preis. Dann holte sie Stift und Zettel. Und schrieb zwei verschiedene Preise auf. Na also, alles andere hätte mich ja auch gewundert. Also haben wir die 2 GB-Karte gekauft.
Nach einigen Probleme (Kredit-Karte ging nicht, oder was weiß ich) hat es dann irgendwie geklappt.
In dem großen Kaufhaus gab es auch allerlei Fleisch zu kaufen, alles lag auf einem Haufen, unverpackt,
oder in großen Töpfen. Auch hier sollten empfindliche Leute wieder nicht hingucken – ist besser.
Erstmal Pause machen – man ist schon fix und fertig vom Gucken und Laufen. Kaffee trinken. Oder auch mal ein Stück Kuchen, das wär ja mal was. Kuchen? Den hab ich gerade ein einziges Mal in einem Hotel gesehen.
Kein Kuchen in Thailand?? Aber Kaffee. Also an einem Stand nachgefragt. Achja, englisch … das alte Problem.
Also mit Händen und Füßen gezeigt was wir wollen. 2 Coffee.
No Coffee .. Donut (oder so) …
Wie, es gibt nur Kaffee, wenn man einen Donut dazu kauft? Keinen einzelnen Kaffee?
Ach, jetzt geht’s irgendwie doch? Zum Glück haben wir gerade noch gemerkt, dass sie Eiswürfel in den
Papp-Kaffeebecher füllt.

No no no no no no no

HOT Coffee!

Sie zeigt auf einen kleinen Kaffeeladen gegenüber.
Ok, thanks. Mann mann mann …

Also rüber in den anderen Kaffee-Laden. Dort konnte man sich sogar hinsetzen.
Wir haben bestellt. Für mich einen Coffee Vienna. HOT.
Eberhard Espresso (glaube ich), HOT.
Und Edith Cappuccino oder so.

Hinter der Theke wuseln mehrere Frauen rum, keine älter .. ich spar’s mir.
Die, die nichts zu tun haben, telefonieren oder tippen aufm Handy. Auch normal.

Es dauert eine Ewigkeit, dann kommen die Getränke.
„Hast du auch HEISSEN Kaffee bestellt?“ Urks, naja die werden ja wohl nicht …
2 Getränke waren heiß, 1 kalt. Ich bin aus dem Grinsen kaum noch heraus gekommen 😉

In einer Apotheke waren wir später auch. Denn ich wollte mir so einen Riech-Stift kaufen.
Den hatte ich ein paar Tage zuvor bei einer Bar-Bedienung gesehen (war das in Patong an der Bar draußen? Keine Ahnung.)
Andauernd packen sie ihren Stift aus und riechen daran. Auch unser Reiseleiter und der Fahrer hatten so einen.
So einen wollte ich auch. Bei der Hitze tut sowas richtig gut. Nur wie heißt sowas? Gibt’s mehrere Sorten?
Und gibt‘ sowas in der Apotheke überhaupt?
Erstmal reingehen, selbst mal gucken. Nix gefunden. Mal eine Verkäuferin fragen, also mit Händen und Füßen und etwas englisch. Sie guckt etwas hilflos, geht dann aber durch den Laden, als ob sie was sucht. Ich hinterher.
Dann geht sie zu ihrer Kollegin, kichert rum, zeigt auf mich. Die andere hat auch keine Ahnung. Sie holen eine 3. dazu. Diese konnte etwas englisch. Ich frage nochmal, und sie konnte mir sogar zeigen, wo die Stifte sind!
Waren vorne an der Kasse.
Haben drei stifte gekauft. Die waren von BAYER! „Manufactured for Bayer Consumer Care Ltd“
Na sieh mal an …
Noch etwas Joghurt und so gekauft, dann zurück ins Hotel.

Hier haben wir uns mal eine Massage gegönnt, und zwar eine „Oil-Massage“.
Also sind wir in das „Wellness-Stockwerk“ gefahren, uns dort angemeldet, gesagt, was wir wollen, bezahlt (waren glaube ich 420 Baht pro Person (ca 10 Euro, minus 10% Hotel-Gutschein) und standen dann vor ein paar Bänken, auf denen mehrere Frauen saßen. Auch hier wieder:
Höchstens zwischen 18 und 30 Jahren. Die meisten so Anfang, Mitte 20.
Gibt es überhaupt Frauen über 30 in Thailand?? So langsam kommen mir ja Zweifel …
Übrigens gibt es keine Männer, die massieren. Sagte zumindest unser Reiseleiter,
und der muss es ja eigentlich wissen. Der ist ja selbst Thailänder, und hat seine Deutschkenntnisse
aus Deutschland, wo er 3 Jahre oder so gearbeitet hat.

Also gut, jeder von uns hat eine Masseurin zugeteilt bekommen, Schuhe ausgezogen, und andere angezogen. Und nun?
Spricht ja wieder niemand englisch. Erstmal hinterherlaufen und gucken, was passiert.
Ich mit ihr in die eine Kabine, und Eberhard irgendwo mit seiner in eine andere.
In der Kabine war ein kleiner Schrank, ein Kleiderhaken, eine Matraze, eine Liege, und ein Fernseher.
Und jetzt? Wir stehen voreinander. Was soll ich jetzt machen? T-Shirt ausziehen? Hinlegen? Shirt anlassen?
Hose ausziehen? Nur die eine? Oder beide? Keine Ahnung, man kann sich ja nicht verständigen. Sie guckt mich hilflos an und machte Gesten, dass sie gleich wiederkommt. Sie verschwand erstmal. Ich hab einfach schonmal mein T-Shirt ausgezogen. Dann kam sie wieder rein und gab mir ein großes Handtuch. Nachdem wir wieder etwas ratlos voreinander standen machte sie mir dann irgendwie klar, dass ich meine kurze Hose ausziehen soll. Dann gab sie mir die Fernbedienung von dem Fernseher. Thai-Fernsehen. Ha ha. Ich gab sie ihr zurück. Hab mich dann in Unterhose auf die große Liege gelegt, auf den Rücken. Sie sagte irgendwas auf thailändisch, ich hab mich dann mal probehalber umgedreht. War wohl auch richtig. Sie machte dann das Licht aus, der Fernseher lief. Dann gab’s ca 1 Stunde Öl-Massage. Ich hatte eh die Augen zu, den Fernseher hätte ich aus dieser Position eh nur schwer sehen können.
Irgendwann sagte sie dann „Change“. Aha, also auf den Rücken legen.
Nach den insgesamt 1,5 Stunden wurde ich dann abgetrocknet, und sie verabschiedete sich.
Bin dann hinter ihr her, zum Ausgang, wieder Schuhe getauscht. Eberhard saß auch schon dort, der war kurz vor mir fertig geworden. Die Massagen liefen wohl bei uns beiden sehr ähnlich ab: Erst die Beine, dann Arme, dann Rücken, dann umdrehen. Ach nee, die Füße kamen ja auch noch, öhm keine Ahnung. Jedenfalls war’s mal eine Erfahrung, ja, war angenehm, so im Nachhinein. Vermutlich nicht ganz so „rupfig“ wie eine klassische Thai-Massage, denn zimperlich ist die ja wohl nicht gerade. Da ist die Öl-Massage schon sanfter.
Und damit hier keiner auf falsche Gedanken kommt: Es war eine ganz normale Massage.
Weder die Masseurin noch ich waren nackt! Also keine „Schweinkram-Massage mit Happy Ending“ oder so 😉

Wir haben dann mal gefragt, wie oft sich unser Reiseleiter so massieren lässt.
Ha! 1x die Woche! Und zwar immer von der selben. Denn – was wir nicht wussten:
Die Frauen hatten Nummern. Man braucht wohl also nur hingehen uns sagen: „18 please“.
Oder so.

Nächster Morgen, Donnerstag, der 25.3, im selben Kongress-Hotel:
Frühstück.

Fast alles Männer hier, viele mit grünen Krawatten.
Von Innen sah es recht nobel aus – wie viele Hotels. Aber das Essen war – verglichen mit den anderen Hotels – doch eher dürftig. Hier war mehr „Schein als Sein“ das Motto. Es gab wieder den klassischen „Laufband-Toaster“, der das Brot aber nach dem Durchlaufen kaum knuspriger als vorher machte (vermutlich zu schnell eingestellt), und es gab hier eine große Menge an thailändischen Speisen – zum Frühstück! Wurde auch gut angenommen von den Geschäfts-Leuten.
Wir selbst hielen uns lieber an den Tisch mit dem „europäischen“ Frühstück. Auch hier wieder dieser Schinken, der in Wasser eingelegt war. Und diese Sol-Eier. Wie in fast allen Hotels arbeiten hier überwiegend Frauen als „Bedienungen“. Geschätzt fast keine älter als 20 Jahre. Aber im Gegensatz zu den anderen Hotels hatten sie ausgerechnet hier im Kongress-Hotel recht knappe Röcke an, und tippelten etwas unbeholfen durch die Gegend. Gerade hier hätten wir sowas nicht erwartet! Mehreren Frauen sah man an, dass sie Bleich-Puder- oder Creme (für die auch Werbung im thailändischen TV läuft – gibt’s sogar von Nivea!) genommen haben. Das bestätigte auch unser Reiseleiter:
Viele Frauen wollen europäischer aussehen und mögen ihre dunkle Hautfarbe nicht mehr. Auch lassen sich wohl immer mehr die Augen operieren. Vermutlich liegen darum auch kaum Thailänder am Strand. Die älteren sowieso nicht (die sind zu Hause), und die jüngeren wollen nicht braun werden.

Nach dem Frühstück ging es auf den Markt.
Dieser war ähnlich wie der, den wir durch Zufall am Ankunftstag schon gesehen haben,
nur hier war der Verkehr noch dichter. Die Mopeds fuhren quasi direkt an einem vorbei, und man musste echt aufpassen,
dass man nicht umgefahren wurde. Hier gab es unter anderem Käfer zu kaufen, die man essen konnte.
Nebenan waren Indoor-Markthallen. Auch hier wird man einfach erschlagen von der Menge an Gewürzen, Gemüse, Fisch und Sachen, die man noch nie im Leben gesehen hat. Zig Sorten Curry- und Krabbenpaste gibt es hier. Kann man kaum beschreiben.
Danach haben wir eine Bootsfahrt durch den Urwald gemacht. Sehr schön und beeindruckend.
Sogar einen Waran haben wir gesehen, der auf einem Baumstamm im Wasser saß.

Als nächstes ging es dann zur „Affenschule“. Hier werden Affen für die Kokosnuss-Ernte ausgebildet!
3 Monate werden die Lehrlings-Affen von dem „Master-Affen“ ausgebildet, danach gibt es eine Art Praktikum,
ebenfalls 3 Monate. Klingt wie ein Scherz, ist aber keiner!
Die Affen lernen, wie man die Nüssen mit den Hinterbeinen wegtritt, oder sie mit den Füßen so lange zu drehen, bis sie den „Stiel“ überdrehen und die Nüsse abfallen. Blöd zu erklären, sieht man auf den Fotos und Videos besser.
War jedenfalls superlustig und interessant 😀
Auch wurde uns gezeigt, wie man Kokosmilch herstellt und wie man die Nüsse aus der Schale holt.
Nicht ganz ungefährlich … kann man sich an dem Metalldorn schön bei verletzen.
Übrigens werden die Kokos-Schalen oft später zu Holzkohle verarbeitet, die man dann noch zusätzlich verkaufen kann.

Nach der Affenschule haben wir dann kurz im Meer gebadet (der Strand war menschenleer) und danach gegessen.
Eigentlich sollte es Fisch geben, aber weil unser Reiseleiter ja wusste, dass wir Fisch nicht so gerne mögen,
hat er es wohl kurzfristig hinbekommen, dass das „Restaurant“ für uns Gemüse macht. Ich glaube, das war dort, wo man – wenn man zum Klo gegangen ist – direkt in die Küche gucken konnte. Das hab ich nach dem Essen auch mal gewagt. Auch diese war quasi im Freien, einige Leute haben Geschirr geputzt, andere Gemüse geschält, einige saßen dabei auf dem Boden.

Dann sind wir mit dem Schiff zur Insel Samui gefahren. Also Koh Samui. „Koh“ heißt Insel.
Dort hatten wir zum Glück ein traumhaftes Hotel, direkt am Wasser mit toller Sicht!
Aber sonst muss ich sagen, dass es eine Touristen-Insel ist. Wenn man also mal das „richtige“ Thailand sehen will, kann man sich die Insel getrost sparen. Meine Meinung.

Freitag, 26.3.:

Insel-Rundfahrt gemacht. Viele Verkaufs-Stände, wo es überall das selbe zu kaufen gibt.
Am Anfang denkt man immer, wenn man was tolles sieht „oh ja, gleich mitnehmen“, aber wenn man dann an 10 anderen Ständen vorbeikommt, merkt man, dass es überall die selben Produkte gibt.
Wir haben ein „Rotes Kloster“ besucht. Beschreiben bringt nichts, muss man gesehen haben, welche irre Arbeit in der Verzierung steckt. Dauert mehrere Jahre, bis es fertig ist. Wird von 2 Künstlern gemacht und einer Frau.
Die beiden Künstler waren auch gerade bei der Arbeit. Da bleibt einem der Mund offen stehen.

Abends waren wir dann bei unserem Hotel in der Strandbucht schnorcheln.
Das Hotel war eine Klasse Empfehlung. Naja haben wir uns nicht ausgesucht, war halt im Reiseplan mit drin.
Sehr, sehr cool 😀

Samstag, 27.3.:

Mit dem Schiff wieder zurück zum Festland gefahren, Richtung Krabi.
Ab jetzt sind wir zu 7., weil wir auf Koh Samui noch ein Päärchen eingesammelt haben,
die ab jetzt zur Reisegruppe gehörten. Diese waren wohl an einem Strand, der völlig menschenüberlaufen
war. Darum sind sie zum Frühstücken in unser Hotel gefahren, weil es dort viel, viel schöner war.
Dort haben wir dann eine Palmöl-Plantage besichtigt. Das war klasse – auch hier wird quasi alles von Hand gemacht. Affen kommen hier nicht zum Einsatz, weil die Palmbäume nicht so hoch sind. Hier wird quasi eine lange Alu-Stange mit einer Säge vorne dran den Baum hoch gewuchtet, und dann oben abgesägt, bis die Palmöl-Früchte runterfallen.
Später werden sie dann verkauft, zur Weiterverarbeitung.
Danach haben wir uns eine „Tigerhöhle“ angeschaut. Dort war auch ein Mönch-Dorf.
Als nächstes haben wir uns dann etwas die Innenstadt von Krabi angeschaut. Auch hier sind etliche Touri-Verkaufs-Stände, wo es überall das gleiche zu kaufen gibt.

Sonntag, 28.3.:

Heute sind wir im Nationalpark gewesen. Wieder viel Natur 🙂
Danach eine Bootsfahrt durch die Mangroven-Wälder gemacht.
Anschließend in einem Zigeunerdorf gegessen, und das Dorf besichtigt.
Es ist quasi eine kleine Stadt auf Stelzen, mitten im Wasser!
Wir haben mal die Plätze gezählt: Ca 1500 bis 2000 Plätze hatte das Restaurant insgesamt!
Im Dorf selbst hatte man wieder dieses „3.-Welt-Gefühl“. Kleine Kinder liefen herum und wollten einem
Postkarten verkaufen. Man konnte auch mal so in die „Wohnungen“ reingucken, wenn die Tür gerade mal offen stand.
Kein Kommentar. Es gab auch eine Schule im Dorf, aber die war gerade zu, denn es waren ja Ferien.
Und es gab wieder zig hundert Stände mit Verkaufs-Artikeln. Schmuck, Holz-Spielzeug, Stoffe, Taschen, alles.
Da fragt man sich. Wo zum Teufel kommen diese irre gewaltigen Artikel-Mengen her? Irgendwo muss es Firmen geben, die Zehntause Beschäftige haben, die diese ganzen Sachen herstellen und nach Thailand bringen, anders kann ich mir das nicht erklären.
Zum Schluss ging es dann noch zu einer Kautschuk-Plantage. Wieder mal sehr interessant 🙂
Hier wurde uns gezeigt, wie man den Saft aus den Bäumen bekommt, ihn flüsssig hält (mit Ameisensäure, Essig und Wasser, wenn ich mich recht erinnere), dann werden daraus „Matten“ hergestellt, diese werden gewalzt, dann mit einem Muster verstehen (andere Walze), und dann genormt.
Eine fertige Kautschuk-Matte wird dann für 100 Baht verkauft und wiegt 1200 Gramm. Diese Matten werden dann als 100 kg-Pakete verkauft an den Weiterverarbeiter. Dieser schmilzt sie aber quasi wieder ein und macht dann daraus Gartenhandschuhe, Kondome usw.
Um eine Matte herzustellen braucht man 25 halbvolle Kokosnuss-Schalen, die mit dem „Saft“ gefüllt sind.
Die Schalen werden abends geleert, weil es dann kälter ist und der Saft nicht so schnell dickflüssig wird.
Danach ging es wieder ins Merlin-Hotel nach Phuket Stadt, wo wir ja auch gestartet waren.

Montag ging es dann wieder zurück nach Deutschland.

Der Urlaub war mehr eine Bildungs-Reise als Urlaub, aber hat sich voll gelohnt, weil wir eine so kleine Gruppe waren und einen Reiseleiter hatten, der echt richtig Ahnung von dem hatte, was er da tut. Besser geht’s eigentlich gar nicht.
In der Woche haben wir ca 1300 km mit unserem Commuter-Bus zurückgelegt.
Die meisten Automarken, die ich dort gesehen habe, waren Toyota, Nissan, Honda, und noch so ne andere, dessen Namen ich vorher nicht kannte. VW sieht man quasi überhaupt nicht. Mercedes ab und zu vor den Hotels.
Dienstleistungen scheinen übrigens nicht besonders gewürdigt zu werden in Thailand.

Alles in allem ein Hammer-Urlaub.

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Neue Art der Diskussion

Wenn ich mir „Friedmann Studio“ so angucke, finde ich, sollte eine neue Art der Diskussions-Runde eingeleutet wird:

Anstatt agressiv durcheinander zu brabbeln, sollte man alle Beteiligten in Einzel-Kabinen einsperren, Sicht-Kontakt untereinander unterbinden, und Kommunikation nur durch Mikrofone ermöglichen, die von den Beteiligten nicht selbst aktiviert werden können, sondern nur DE-Aktiviert. Ein unabhängiger Moderator kann sie aktivieren, aber nur jeweils eins zur gleichen Zeit. Die Person, deren Mikro dann freigeschaltet wird, kann es selbstständig wieder deaktivieren, wenn er mit seiner Antwort oder Frage fertig ist.
Der Moderator kann danach wieder ein neues Mikro freischalten.

Nur so wird die Sendung erträglich …