DDDT gestartet

Seit gestern Nacht werden erstmals Work-Units von „World Community Grid“ ausgeliefert, die sich  mit dem Dengue-Fieber beschäftigen.

Hier die Zusammenfassung von Rechenkraft.net:

Das Projekt Discovering Dengue Drug – Together ist ein Distributed Computing Projekt aus dem Bereich der Krankheitsbekämpfung, welches auf der Infrastruktur des World Community Grid (WCG) aufsetzt.

Versucht wird, ein Mittel gegen die Flavivirus-Familie zu finden, welche unter anderem verantwortlich ist für Krankheiten wie das Dengue-Fieber, das Westnilfieber, Gelbfieber und Hepatitis-C. Hierbei wird versucht, die virale NS3-Protease zu blockieren. NS3-Protease ist ein für die Reproduktion des Virus essentielles Enzym, dessen Aminosäuresequenz bei allen Vertretern der Flavivirus-Familie starke Ähnlichkeiten aufweist. Da die atomare Struktur der NS3-Protease bekannt ist, können strukturbasierte Computerprogramme genutzt werden, um Proteaseinhibitoren zu identifizieren. Eingesetzt wird im Falle von DDDT das Programm Autodock in Version 4.0.

Nach Schätzungen der Projektwissenschaftler werden zum Abschluss des Projekts voraussichtlich etwa 50.000 CPU-Jahre Rechenzeit benötigt.

Alaska (3. Update)

Gestern und heute haben wir endlich mal Schwarzbären aus der Nähe gesehen!
Den Tipp hatten wir von einem Angler auf dem Campingplatz.
Aber im Ernst: Wenn man nicht ganz genau weiß, wo man hinschauen muss, sieht man solche Tiere nicht, weil die sich echt gut verstecken.
Ist ja nun nicht so, dass die da frei in der Gegend rumstehen! Das wäre ja zu einfach.
Man muss also echt aufpassen und viel Glück haben.

Außerdem haben wir viele (ich sag mal: mehrere tausend vermutlich) Fische im Meer gesehen (bei Valdez),
überall sprangen sie aus dem Wasser, ich hab meinen Augen nicht getraut!
Warum sie springen, wußten die Angler dort auch nicht …
Jedenfalls war echt alles voll davon, darum angeln viele Leute dort auch nicht mehr, weil das gar keinen Spaß mehr macht.
Und etwas weiter war so eine „Fisch-Umleitung“ … das ist nämlich die stelle, wo die Fische zum Eierlegen (und anschließendem Sterben) hinkommen, und durch diese Netz-Umleitung haben die sich da alle gesammelt … das war schon etwas ekelig, es war quasi ein einziger Fisch-Boden, der sich bewegt hat. Die Kindert dort haben einfach reingegriffen und sie rausgezogen.
Aber der Fisch schmeckt eh nicht mehr (hab ich mir sagen lassen), wenn es nur noch so eine halbtote Masse ist.
Und es stank … bäh, nix für mich.

Übrigens haben wir auf dem Campingplatz in Valdez eine „Reisegruppe“ getroffen, die sind richtig krass drauf!
Voll die Reisefreaks! Hatten viel zu erzählen, war schon echt heftig. Haben ihre Reise 1,5 Jahre lang geplant und sind jetzt fast 1 Jahr unterwegs! 4 Fahrzeuge (von 7 wohl ursprünglich)
Wer mal gucken möchte: http://www.panamericana06.de/
Sehr interessant!

Jetzt sind wir hier gerade auf dem Campingplatz Grand View. Habe zum ersten Mal ein WPA-Verschlüsseltes Internet hier.
Die Mädels (Betreiber) sind echt gut drauf hier, alle Achtung! Werd da nachher mal Wein trinken gehen glaub ich,
die Bar ist echt nett eingerichtet. (http://www.grandviewrv.com/)

Hab mir ein paar Klamotten gekauft, und ne alte Jethro Tull-Schallplatte, von 1972.
Haben auch ein paar Amische getroffen! Hab ich vorher noch nie gesehen!

Auszug aus Wikipedia:

Die Amischen (englisch Amish [‚a:mɪʃ]) sind eine christliche Religionsgemeinschaft. Sie haben ihre Wurzeln in der Täuferbewegung des 16. Jahrhunderts. Im Jahre 1693 spalteten die Amischen sich von der Gruppe der Mennoniten ab. Heute leben sie in 26 Staaten der USA in zwölfhundert Siedlungen.

Sie führen ein stark im Agrarbereich verwurzeltes Leben und sind bekannt dafür, dass sie den technischen Fortschritt in vielen Fällen ablehnen und Neuerungen nur nach sorgfältiger Überlegung akzeptieren. Die Amischen legen großen Wert auf Familie, Gemeinschaft und Abgeschiedenheit von der Außenwelt. Sie stammen überwiegend von Südwestdeutschen bzw. Deutschschweizern ab und sprechen untereinander einen alten Dialekt.

War schon echt interessant! Lustig, in so alten Gewändern …

Alaska (2. Update)

Wie ist es denn nun so?

Tja … also landschaftlich: Echt klasse!
Aber bei weitem nicht permanent!
Oft fährt man hundert Kilometer eine Straße entlang, rechts und links Wald,
und man sieht einfach nichts spannendes. Völlig eintönig und langweilig.
Dann kommt irgendwo ein Aussichtspunkt wo man gucken und staunen kann,
und danach gehts wieder stundenlang langweilig weiter, ohne auch nur ein Tier oder Mensch zu sehen. Ab und zu kommt mal ein Auto von hinten oder entgegen, aber das wars dann auch.
In Kanada ist es aber wohl ähnlich (wir uns deutsche berichteten):
Die fuhren 6000 Kilometer, und sahen nur Kornfelder. Urks!
Insgesamt soll Kanada aber wohl etwas mehr schöne Ecken haben als Alaska.
(Für alle, die nen Trip planen)

Wenn man eine organisierte Alaska-Bus-Reise macht (wieder Stories von deutschen, die wir hier getroffen haben):
Die Busse halten so gut wir nie an den Aussichts-Punkten, die interessant sind.
Angeblich meist, weil kein Parkplatz frei ist (stimmt definitiv nicht, wir haben ja schon öfter gehalten und geschaut …).
Also mit „mal anhalten und schöne Fotos machen“ wird das dann nichts.
Dafür halten sie an etlichen Gift-Shops (mit denen die Organisationen natürlich Verträge haben haben) und Restaurants, um Geld zu machen.
(In China soll es wohl nochmal eine ganze Ecke extremer sein, was sowas betrifft, wurde uns berichtet.)

Was das Wetter betrifft: Wie bereits geschrieben, extrem unbeständig und gemischt!
Heute gerade wieder erlebt: Heute morgen ekelig, kalt, Regen … dann irgendwann am Vormittag für eine Stunde in eine Gaststätte eingekehrt (werden übrigens sehr oft von Jugendlichen betrieben!), was leckeres gegessen, wieder rausgekommen, und strahlender Sonnenschein, gegen Abend in der Sonne sogar richtig warm!
Und jetzt (22.16 Uhr) ist es schon wieder so kalt hier im Wohnmobil, dass wir eben die Gas-Heizung anmachen mußten und ich wohl mit Klamotten in den Schlafsack steigen werde.

Alaska (Update)

– Ganz vergessen: Im Denali-Park waren wir natürlich auch!
Das ist der einzige Nationalpark in Alaska, ein Muss für jeden Touristen.
Dabei fand ich ihn gar nicht mal sooo spektalulär. Wenn man dort zuerst hingefahren wäre, dann vielleicht. Aber wenn man vorher schon so einiges von der Natur in Alaska gesehen hatte, bietet der Park auch nicht so viel neues.
Und so viele Tiere wie man sich erhofft zu sehen, findet man hier auch nicht.
Zwei Bären haben wir gesehen, aus ca 400 m Entfernung.
Und ein paar Schafe, sowie ein paar Karibous. Aber alles aus recht großer Entfernung, und nicht so wie in Filmen, dass sie vor einem auf der Straße rumlaufen.
Da hatten wir heute (Sonntag, 5. August 2007) mit Elchen viel mehr Glück,
denn die standen wirklich quasi hinterm Straßengraben und wir konnten sie gut fotografieren. Am besten guckt man, wo viele Leute mit Kameras an der Straße stehen, da muss dann was sein 😉
Im Denali-Park ist der „Aufenthalt“ übrigens viel eingeschränkter als wir dachten.
Es gibt eine Straße, und einen Wanderweg, soweit wir das gesehen haben.
Man kann sich also nicht einfach dort bewegen wo man will, wild campen usw.
Das war etwas entäuschend.

– An vielen Baustellen hier gibt es „Flagman“, also Leute, die mit Schildern anzeigen, was zu tun ist. Links bleiben, dem Pilot-Fahrzeug folgen usw.
Lustig ist, dass, wenn es regnet, fast immer Frauen dortstehen.
Wenn gutes Wetter ist, sieht man auch Männer. Zufall?

– An unserem Wohnmobil war einige Tage lang unser hinteres linkes Licht kaputt. Blinker, Rücklicht und Bremslicht ging dort also nicht (wird hier alles mit einem Licht gemacht). Wir sind dann in eine Werkstatt gefahren und haben den Vorfall gemeldet. Es wurde dann Personal geholt (eigentlich war wohl an dem Tag gar keiner da, aber irgendwie gibt es dann doch immer wen …) der unser Wohnmobil dann mal eben weggefahren hat und nach 30 min wiederkam.
Fehler war: Die Birne war einfach kaputt. Kosten: Ca 40 Euro insgesamt.
Das müssen wir jetzt irgendwie mit dem Verleiher verrechnen …
Kurios: Wir haben die Deutschen wiedergetroffen, die mit uns am Verleiher-Center standen und ebenfalls solch ein Wohnmobil (RV) ausliehen haben.
Sie sagten, dass bei ihnen ebenfalls die hintere linke Birne kaputt war, aber durch Zufall haben sie wen gefunden, der sich damit auskannte und sie kostenlos ausgetauscht hat.
Zufall? Jedenfalls war bei den anderen Leuten kaum Öl im Wagen, sie wären fast liegengeblieben, wie sie uns erzählten. Daraufhin haben wir selber erstmal nachgesehen. Bei uns war aber zum Glück alles okay. Liegenbleiben auf den Strecken hier ist oftmals absolut nicht zu empfehlen!

– Andere Deusche hatten uns erzählt, dass sie sich extra einen Jeep genommen hatten, um alle Straßen fahren zu dürfen. Das ist mit unserem großen 25-Fuß-RV-Wagen ja nicht erlaubt. Wer’s trotzdem macht und liegenbleibt, darf schön alles selbst bezahlen … das Abschleppen, die Reparatur usw … lieber kein Risiko eingehen.
Mit einem Jeep geht es aber. Dachten wir zumindests auch.
Die anderen Leute waren nicht sehr begeistert, als sie in Alaska vor Ort erfuhren, dass sie DOCH nicht alle Strecken mit dem Jeep fahren durften, obwohl sie ihn aus diesem Grund ja gerade gemietet hatten.
Ebenfalls etwas strange …

– Ein weiteres Highlight:
Auf einem Campingplatz, kurz vor dem Denali-Nationalpark. Dort hatten wir für 1 Nacht übernachtet. Gegenüber auf der anderen Straßenseite ein sehr uriges Pizza-Restaurant (Panorama Pizza Pub, Healy, AK 99743). Überall Geldscheine an den Wänden, Decken … (gibts hier übrigens öfter mal). Die Nachos (auf der Speisekarte als Vorspeise vermerkt) hätten wir als Hauptspeise mit 3 Personen nicht geschafft, so viel war das. Haben uns den Rest dann einpacken lassen für später, weil wir sonst keinen Hunger mehr auf unsere Pizza gehabt hätten.
Und dann kam sie: Meine ganz persönliche MISS ALASKA!
Es war die Bedienung. Herrlich groß, gefühlte 1,90 m. Superschick angezogen,
3 große Bild-Tattos auf dem Rücken (waren eine Art Storyboard, der Beginn und das Ende der Weltgeschichte oder so ähnlich, wie ich mir später habe erklären lassen), die Waden ebenfalls mit Herzchen tätowiert.
Und wie sie geschwebt, äh gelaufen ist … und ich hab kein Foto! 😦
Aber: Guckt euch mal Starwars 2 an.
Da gibt es doch diese Szene im Raumschiff, wo diese großen, eleganten, toll animierten Wesen sind (männl und weibl).
Jetzt stellt euch einfach das weibliche Wesen als Mensch vor. In ihrer ganzen Art.
Dann wißt ihr recht genau, wie „meine Miss Alaska“ aussieht!
(im Ernst: Als ich sie gesehen habe, mußte ich tatsächlich im ersten Moment an diese Raumschiff-Szene denken).

Weitere Dinge über Alaska …

– Fast überall sind Ventilatoren/Klimaanlagen. Auch wenn es regnet oder kalt ist.

– Einige SEHR junge Schwangere laufen hier rum. Nicht wirklich viele, aber einige Male habe ich mich dann doch erschrocken, wie 15 jährige Mädels Kinderwagen durch die Gegend schieben oder nen dicken Bauch haben.

– Die Cola (besser gesagt: die Eiswürfel, die ja immer und überall reichlich vorhanden sind, es sei denn, man sagt, dass man keins haben will) und andere Getränke sind hier – im Gegensatz zu vielen anderen Teilen der USA – nicht gechlort.

– Den Wetterbericht, egal ob Internet oder Nachrichten, kann man hier komplett vergessen. Es lässt sich nichts planen (guck mal, dahinten kommt die Sonne raus).
Es kann 4 Stunden die Sonne scheinen, schweinewarm draußen, und kurz darauf regnet es 48 Stunden durch und es ist eisig kalt.

– Bei vielen Sachen hier muss man keine Steuer (Tax) auf die Produkte zahlen, manchmal jedoch schon.
Immer wieder eine neue Überraschung, ob der Preis, der am Produkt nun „stimmt“, oder nicht.

– Fettfrei. Light. 0% Fett. Lowfat. Alles ist hier ohne Fett, angeblich.
Fast jeder Jughurt. So fettfrei, dass vermutlich Pulver in der Packungen ist.
(ist es nicht, habs ausprobiert).
Wenn alles fettfrei ist, dürfte es ja kaum dicke Leute hier geben.
Kein Kommentar …

Alaska – Das Land der Winker ;-)

Was brauche ich?
Grundausrüstung:
1. Cap, ganz wichtig
2. evtl Sonnenbrille (auch, wenn die Sonne nicht scheint)
3. Ganz wichtig: Den großen Papp-Kaffeebecher, mit dem man die ganze Zeit durch die Gegen läuft.
Warum? Weil die Kaffeemengen hier so groß und überdimensoniert sind, dass man ihn kaum schafft. Und bevor man ihn wegschüttet, nimmt man ihn halt mir.

Handys sieht man hier eher selter (als im übrigen Amerika), und auch die Blue-Tooth-Headsets sind hier erheblich seltener.

Ich fange mal mit Anchorage an: Die größte Stadt hier.
Schöne kleine Innenstadt mit vielen Giftshops. In fast allen das gleiche.
Leute sind hier wenige, warum auch? Sie sind eher in der Shopping-Mall zum einkaufen. Oder bei JC Penny, und lassen sich von den vielen vielen hübschen Verkäuferinnen beraten, die sich rührend um einen kümmern.
Mehrere Indianer und Eskimos (Inuits) gibt es hier, viele von ihnen einfach nur fertig mit der Welt. Vom Alkohol gezeichnet (diese Leute haben ein fehlendes Gen, welches für sie Alkohol zum Teufelskreis werden lässt, hab ich mir sagen lassen).

Ansonsten gefällt es mir hier ziemlich gut muss ich sagen!
Die Leute in den Shops sind hilfsbereit, wenn es z.B. um Handys geht.
Mit dem Empfang sieht es hier nämlich echt mies aus. Haben uns auch später andere Deutsche bestätigt.
In Alaska gibts wohl kein international roaming. Darum nützt es nichts, wenn man hier mal Netz hat – man kommt nicht rein.
Wir wollten dann mit Hilfe der Verkäuferin eine andere SIM-Karte ins Handy tun, leider war das irgendwie gelockt, kein Plan was der fürn Passwort wissen will von mir, und nach 45 minuten und endlosen Telefonaten der guten Dame mit der Telekom Deutschlad haben wir es aufgegeben. Dafür sind jetzt leider meine ganze gesicherten SMS weg. Hmpf … warum, weiß ich nicht.
In Deutschland nochmal mit beschäftigen mit dem ganzen Phonelock-Kram …

Was noch auffällt: Es gibt hier relativ viele blaße, rothaarige Frauen (son bestimmter Typ, kennt ihr bestimmt …).
Sehr schick, kann ich da nur sagen! Solche Kerle gibts hier auch, aber viel seltener.

Seward:
Hier haben wir eine Schiffsrundfahrt gemacht. Über 8 Stunden (mit Pause und diversen Stopps).
Fast die hälfte der Leute mußte sich übergeben, weil es so ein KRASSER Seegang war … sowas hab ich noch nie erlebt, obwohl ich schon öfter Boot/Schiff gefahren bin. Mir selber war auch übel … das erste Mal auf einem Schiff.
Echt der Hammer!
Dafür haben wir aber auch Orcas und Robben gesehen.

Außerdem konnten wir hier in Seward den Leuten beim Fischzerlegen zuschauen.
Bäh .. nix für mich.

Homer:
Hmm … nix besonderes. Gute Aussicht auf die Berge.

Danach noch in einer Kneipe gewesen (in Ninichick), wo wir BESTE AUSSICHT auf Vulkane hatten. 4 Vulkane waren es! Besser geht’s kaum.

Soldotna:
Hier waren wir am Fluß und haben beim Angeln (Lachsfang) zugeschaut.
Mehrere Leute unten am Ufer … dann wieder 50m gar nix, dann die nächste Treppe nach unten ans Ufer .. wieder mit  Anglern, usw, das ganze Ufer lang (wo man an den Fluß kommt.
Haben auch Deutsche getroffen. Der Typ selber hat nix gefangen, den ganzen Tag nicht. Die anderen Leute auch nicht. Nur einer … hat dort viele Fische rausgeholt.
Abends ging der Deutsche dann mal hin und wollte wissen, was da los ist.
Der Ami meinte, er solle mal seine Angel nehmen. Nach 10 min hatte er nen Fisch dran!
Es komme also ganz entscheidend auf die Angel an.
Fliegenruten sind ganz wichtig! Außerdem das Gewicht des Bleis und die richtige Fliege. Alles im richtigen Verhältnis, sonst kriegt man kaum Fische.
Der Typ angelte dort seit 40 Jahren und hatte es einfach drauf.

Talkeetna:
Mein Favorit!!
Abends waren Edith und ich dann in einer Bar … wollten ursprünglich in eine andere mit Live-Musik, aber da war tote Hose.
Also sind wir in einer anderen hängengeblieben, was sich als Glücksgriff herausstellte. Eine astreine Blues-Band war hier zugange, und die schrägsten Leute, die man sich vorstellen kann! ALLES war hier vertreten, viele kannten sich,
eine irre Atmosphäre!
Dann machte die Band eine Pause, und danach riefen sie dann nur noch:
IT’S DANCINGTIME!

Hier zu beschreiben, welche Hölle dann in dem Laden losbrach, kann ich hier kaum beschreiben. Der Oberhammer!
Am nächsten haben wir eine kleine Bootsfahrt gemacht (2-Stündige Fahrt mit einem Powerboot) und Adler gelesen, außerdem einen Elch im Wasser! Die Mädels (die uns gefahren haben) haben echt ganze Arbeit geleistet, viel erklärt, wir sind an Land gegangen und haben alte Jagthütten gesehen, außerdem viel erfahren über das Leben dort und diverse Pflanzen und Tiere.
Top-Veranstaltung!
Eine der Mädels machte das quasi als Freizeit-Job, kommt nur noch im „Urlaub“ nach Alaska.

Danach kam eines der aboluten Highlights: Ich habe einen 1,45-Stündigen Rundflug gemacht und bin auf einem Gletscher gelandet!
Alaska aus der Luft, das muss man gesehen haben.
Kaum zu beschreiben, ich hoffe die vielen Fotos sind gut geworden!
Den Mount McKentley habe ich ebenfalls aus der Luft gesehen.

Abends bin ich dann nochmal alleine in die Kneipe gegangen, wo am Tag zuvor so die Luzie abging. Dieses Mal war die Liveband die kommen sollte leider nicht gekommen – kommt wohl ab und zu halt mal vor.
Also saß ich etwas gelangweilt am Tresen, um mich herum einige Leute von überall her … neben mit 2 hübsche Frauen eine wohl aus der Gegend dort, die sich auf die Anmache des Herren neben mir nicht einließen und trotz der angebotenen Drinks dann bald die Kneipe verließen. Der Typ war fix und fertig und brachte später noch ein „DAMN! That Girl was so fuckin‘ beautiful“ heraus.
Es wurde voller in der Kneipe. Neben mir nahm ein Mädel platz und fragte mich, ob ich denn den Text auf den Getränkekarten (oder was das war) an der Wand lesen konnte … konnte ich aber nicht, war zu weit weg. Ich sagte ich dann, dass ich nichtmal weiß, was ich selber trinke (was auch stimmte, denn ich sagte dem Barkeeper (hieß Tim) nur, dass ich das Getränk haben möchte, was der Typ gegenüber auch trinkt .. sah nämlich lecker aus), was sie (sie hieß Katie, wie ich später erfuhr) recht lustig fand.
So kamen wir dann ins Gespräch. Mit dabei war noch ihr Kumpel oder so.
Katie kam aus Minnesota, und war Fischverkäuferin, Angelte wohl auch selber, oder arbeitete hinter der Bar .. halt was es gerade so gab. (vergl. oben, die Boots-Fahrerin, die als Ferienjob nach Alaska kam).
Da jetzt wohl die Saison etwas zu Ende war, kam sie halt nach Alaska um dort etwas Urlaub zu machen. Ihr Zelt hatte sie am Fluß stehen.
War sehr interessant mit ihr zu plaudern!
Die Kneipe füllte sich weiter mit Leuten (aber bei weitem nicht so viel wie am Vorabend), aber schräge Typen kamen ebenfalls, auch die Mädels!!
Viele kamen von sonstwoher, und trafen sich dort.
Von daher liegt man mit „Hey, how are you? Where are you from? What are you doing?“ eigentlich immer richtig.

Wenn ich das Foto sehe (hab die Kneipe fotografiert) fällt mir der Name auch wieder ein … wenn ihr nach Talkeetna kommt, solltet ihr dort unbedingt hingehen und euch einen Drink gönnen.
Z. B. Crown Royal, gemischt mit … ja wenn ich das mal wüßte!
Das war jedenfalls das, was der Typ getrunken hat, und ich dann auch 3 Becher voll geleert habe 😉
Crown Royal ist kanadischer Whisky, vermutlich mit Cola gemischt.
Nur zu empfehlen!

Übrigens hatte mich in Talkeetna auch ein Typ angesprochen, der mir eine wilde Story über eine Gemein-Maschine erzählte, die durch Magnetkraft oder so Gold aus dem Wasser zieht, 5000 Arbeitsplätze schafft, aber dabei – seiner Meinung nach – die Fische dort vernichtet … der Typ saß abends auch in der Kneipe.
Hat mich aber nicht erkannt … Glück gehabt.
Der Pilot der Flugzeugs, mit dem ich den Flug gemacht hab, kam auch kurz vorbei.

Ich hatte dem Campingplatz-Besitzer von dem Mann erzählt, der mir diese wüßte Story erzählt hat und gefragt, ob er von solchen Märchen wüßte … aber er meinte nur „Big Land – Big Stories“.
Der Bruder von dem Campingplatz-Besitzer (der aus New York kam) mischte auch irgendwie mit … er hatte wohl einige der Holzhütte gebaut. Ist gelernter Zimmermann. Macht halt das, was gerade anfällt.

Hier sieht man wieder: Viele Leute haben gar keinen richtig festen Job, sondern machen irgendwie immer alles … halt was gerade so anfällt. Reisen von hier nach dort …
Fischen, Hütten bauen, Bar-Keepen, …
Für mich wirkt das alles irgendwie so „mauschelig“ … aber das ist halt ein anderer Lebensstil dort

Fairbanks:
Die zweitgrößte Stadt, nach Anchorage. Allerdings trotzdem erheblich kleiner, nicht wirklich zu vergleichen.
Hier sieht man doch recht viele – oft betrunke – Indianer, die auf Parkbänken sitzen und einfach fertig aussahen.

Wir haben auch eine alte Goldmine besichtigt und konnten selbst Gold waschen!
Klingt nach „Kitsch“, aber man hat wirklich so einiges gelernt und gesehen, und für ca 20 Dollar haben wir sogar Gold auf dem Drecks-Gestein gewaschen!
Immerhin, für den Anfang war das schon echt gut, fand ich!
Übrigens winken oft immer alle Leute, wenn man mit dem Zug oder so in die Mine fährt.
Oder wenn der Bus abfährt.
Befremdlich, aber lustig. Amerikanisch!

Heute waren wir noch im Pioneer-Park, wo man sich alte Häuser von früher anschauen konnte und sogar begehen konnte!
Im Original-Zustand quasi! Sehr interessant!
Dort war auch ein Museum, mit ganz alten Maschinen, angefangen bei Zahnarzt-Instrumenten über Nähmaschinen, Werkzeug, Telefon (Telegraph) usw, alles hautnah zum anfassen (Achtung: Nicht erlaubt).
Sehr beeindruckend! Und: KOSTENLOS!

Der Park kostet bis auf ganz wenige Attraktionen KEINEN EINTRITT!
Das sollte jedem Reisenden einen Besuch wert sein.

Was Eintritt gekostet hat (5 Dollar): Eine Kältekammer, in der eine Temperatur von -40 Grad Celsius herrscht! Quasi Alaska im Winter!
Das habe ich mir mal angetan. Kaum zu beschreiben.
Eine trockene, eisige Kälte. Der Becher mit warmem Wasser verdampfte, als ich ihn in die Luft schleuderte. Und mit einer Banane (gefrohren, klar) habe ich einen Nagel in ein Holzbrett geklopft. Lustiger Gag! In einem Glas befand sich Motoröl – gefrohren. Also nix mehr mit Autofahren bei der Temperatur 😉
War eine schöne Erfahrung, sowas hatte ich bisher noch nie gemacht.

Heute sind wir dann weitergefahren und sind jetzt an einer heißen Quelle.
Soll angeblich 40 Grad warm sein und schwefelig riechen.
Bin gespannt!