Chris Jones ist tot

Mit Entsetzen lese ich eben durch Zufall, dass der Gitarrist Chris Jones tot ist, und zwar schon seit September letzten Jahres!
2002 hat er noch bei der B&W-Nautilus-Tour zusammen mit Sara K. hier in Braunschweig gespielt. Das Konzert hatte ich allerdings verpasst.

Er hat unter anderem mit Allan Taylor und David Roth zusammengespielt.

http://www.stockfisch-records.de/stckff/sf_chrjon_e.html

DSDS – drei sind noch übrig

Tja, richtig, richtig schwierig wird es jetzt, finde ich.
Wen soll man rauswählen?
Zum einen sind da Vanessa und Mike, das Traumpaar, das in den Hinterköpfen vieler Leute irgendwie nur als Einheit existiert. Beide setzen auf „Stimmakrobatik“, Vanessa auf ihre ziemlich klare Stimme, Mike auf gefühlvolle Songs.
Dem gegenüber steht Tobi, der ein ganz anderes Konzept verfolgt, nämlich eher der normale Kumepl von nebenan, der ohne viel Brumborium eher den typischen Rocksänger verkörpert. Er ist quasi das 5. Rad am Wagen.

Wen soll man rauswählen?
Mike hat mit „Mandy“ einen tollen ersten Song hingelegt, der einfach schön anzuhören war.
Danach folge „Against all odds“ von Phil Collins. Einer meiner Lieblingssongs. Aber nur von Phil gesungen!
Komischerweise, obwohl der ja nun eigentlich nicht so der Balladen-Typ ist. Aber wenn’s von ihm gesungen wird krieg ich ne Gänsehaut – bei Mike Leon hatte ich keine, obwohl er versucht hat Gefühl in die Nummer
hineinzusingen. Aber es kam bei mir trotzdem nicht an.
Als letzten Titel hat er dann wieder voll auftrumpen können, mit „You are so beautiful“ von Joe Cocker.
Der Song (das instrumentale) war absolut genial arrangiert, einfach hammermässig, und Mike konnte hier mit seiner Stimme als Krone wirklich wieder punkten. Da die letzten Songs der 3 Kandidaten
zusätzlich jemandem gewidmet werden sollten und demzufolge vermutlich alle relativ persönlich ausgewählt waren war schon vorher abzusehen, wem Mike seinen Song widmen wird – nämlich Vanessa.
„You are so beautiful“. Da hat er Recht! Vanessa ist einfach eine Augenweide auf ganzer Linie.
Nur ihre Frisur konnte mich heute nicht überzeugen, das hat mich wirklich gestört, ansonsten wäre dem Dahinschmelzen wirklich kaum mehr etwas im Wege gewesen.
Vanessas Songs hingegen haben mich heute nicht so sehr überzeugt. Genauer: Die Song-Auswahl. Zumindest die ersten beiden Songs.
Einer von Christina Aguilera und ein er von Whitney Houston. Weitestgehend sauber gesungen waren beide, aber es klingt halt alles irgendwie ähnlich, eben dieser typisch amerikanische Stil.
Das wurde ihr auch von der Jury etwas vorgeworfen: Mangelnde Vielfältigkeit.
Aber was soll man machen? Vielfältigkeit sollte ja während der anderen Mottoshows bewiesen werden.
Soll man nun, ganz kurz vorm Finale anfangen, zu experimentieren und eventuell einigen Fans etwas
vor den Kopf stoßen? Nochmal allen beweisen wollen, dass man vielfältig sein kann?
Oder lieben seinem Stil treu bleiben, der bei den Fans am besten ankommt, und sich eher gefallen lassen, dass man ja nix anderes könne? Beides ist nicht wirklich optimal, aber was gibt’s für eine ander Möglichkeit?
Solche Kriterien werden meiner Meinung nach gegen Ende der Show immer wichtiger, weil Kritikerien wie Stimmfestigkeit oder ähnliches bereits aufgebraucht sind.

Wen soll man rauswählen?
Mike hat Vanessa quasi eine öffentliche Liebeserklärung gemacht, bevor er seinen Song nur für sie gesungen hat.
Für viele mag das zu viel sein, man hat das Gefühl, „so langsam ist’s aber auch mal gut“.
Erst die Liebeserklärung, dann dieser zugegebener Maßen passende Song, ein ziemliches Geschnulze ist das alles.
Es passt halt in sein Konzept. Und das könnte viele Leute mittlerweile etwas nerven.

Bei Vanessa hingegen war’s ähnlich, aber sie setzt trotzdem irgendwie nicht so auf das Schnulzen-Image.
Klar, sie hat als 3. Song „Nur für Dich“, (produziert von Dieter Bohlen und im Original gesungen von Yvonne Catterfeld) gesungen – natürlich für ihren Schatz Mike. Aber – und damit haben vermutlich viele nicht gerechnet – gleichzeitig für ihre Schwester, die ebenfalls im Publikum saß. Dass sie bei der quasi doppelten Liebererklärung in Tränen ausgebrochen ist (etwas übertrieben gesagt) kann ihr wohl keiner übel nehmen; um so mehr hat mich erstaunt, dass sie den Titel, der kurz darauf folgte, ziemlich professionell und sauber in den allermeisten
Teilen über die Bühne gebracht hat, und gleichzeitig mit diesem deutschen Titel doch gezeigt hat, dass sie vielseitiger ist als die Jury vorher kritisiert hat – und vor den Kopf gestoßen hat sie ihre Fans mit Sicherheit auch nicht!
Alles in allem letztendlich doch ziemlich überzeugend, was die Frau da macht.

Und Tobi? Der ist bei dem ganzen Geschreibe um das Gespann Vanessa/Mike irgendwie untergegangen, eben das 5. unauffällige Rad am Wagen, wie schon oben beschrieben. Man nimmt ihm kaum wahr, der stille Mann im Hintergrund sozusagen. Und auch vieler Leute heimlicher Favorit?

Was wird nun passieren?
Wird man das Doppelpack sprengen und Mike aus seiner Traumwelt zurückholen? Oder muss die unschuldige Vanessa dran glauben, die eh schon Zeitungs-Gerüchte dementieren mußte wegen diverser Geschichten?
Oder aber will man lieber das 5. Rad am Wagen loswerden um das Traumpaar nicht zu stören?

Ich hab ehrlich gesagt absolut keine Ahnung. Von mir aus kann Vanessa gerne weiterkommen, ich würd’s ihr gönnen!
Spätestens seit der Nummer von Catterfeld. Aber da sie eh nen Beauty-Bonus bei mir hat kann ich das eh nicht wirklich frei und unbeeinflusst bewerten.
Von mir aus kann Tobi gerne drinnenbleiben. Ich mag unauffällige Typen.
Demzufolge würde Mike ja rausfliegen – aber daran glaub ich derzeitig nicht.

Ich vermute, Tobi muss dran glauben. Die Zuschauer wollen das Traumpaar sehen, sich der Illusion hingeben.
Die beiden im Duett, das wär doch was.

Ich hoffe dass Vanessa am Ende das Finale gewinnt, sich nicht zu irgendwelchen Playboy-Fotos hinreißen lässt, sondern einfach ein paar ihren Erfolg genießt und schöne Erfahrungen sammelt!

Ach ja, der eigentliche Star ist übrigens wer ganz anders:
Nämlich das Mädel in der Werbung, bei der CAB-Werbung (Get back to your show … with CAB: Cola and Beer …), welches leider nur wenige Sekunden am Aufang auftaucht: „Ich hate Sex – in the Bedroom“.

DAS ist der heimliche Superstar! Oder etwa … die „Max? Maaaax?-Frau“, die so herrlich erwartungsvoll dreinschaut, schließlich den Telefonstecker zieht und sich dann wundert, dass ihr Kerl immer noch weitertelefoniert,
bis sie dann leicht genervt in der Tür steht. Kann man sich immer wieder anschauen, wird nicht langweilig!

Mittlerweile war auch die Entscheidung der heutigen Sendung:
Vanessa hat’s erwischt. Sie wurde rausgewählt.

Schade schade schade.