Unfall in BS

Ca. 23.10 Uhr

Ich höre gerade Sunshine Live – Global Beats und bin am chatten, da piept mein THW-Funkmeldeempfänger.
Bin doch in der SEG – Schnell-Einsatz-Gruppe.
Meldung: „VU am Wendentor. Keine Verletzten“.
Oder war’s jetzt Wendentorwall?
Egal… bin jedenfalls zur Unterkunft gefahren, wo mir allerdings mitgeteilt wurde,
dass bereits genügend Helfer im Einsatz bin.
Einige wurden wohl gleich vom Wolters Hoffest dort rüber gebracht.
Die waren gerade am Abbauen.

Ich konnte also wieder nach Hause fahren.
Dann werd ich mich jetzt mal schön ins Bettchen begeben 😉

Gute Nacht!

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Arcachon am Bohlweg

Das Arcachon entwickelt sich langsam zu meinem Lieblings-Verzehr-Stopp in der Stadt,
wenn die Zeit es zulässt und man sich etwas gemütlich hinsetzen will um in Ruhe zu essen.

Das Arcachon liegt direkt am Bohlweg – ideal zum Leute-Beobachten 😉
Die Preise sind preiswert.
Preiswert heißt nicht unbedingt günstig (vgl. Jens‘ Blogeintrag zum Thema „Billig“)

Die Butter für 1 Euro kann preiswert sein. Ebenso aber auch der Ferrari für 200.000 Euro.
Es eben seinen Preis wert. Sonst würde man es preisgünstig nennen (wenn man einen im Verhältnis zum Sachwert niedrigen Preis bezahlt).
Und „billig“ wiederum bezieht sich auf die Qualität der Produktes, und nicht auf den Preis.

Aber egal, das könnt selber bei Jens durchlesen.
Das Arcachon ist also preiswert, weil das Essen dort einfach richtig lecker ist.
Zumindest das, was ich bisher hatte.

Es muss also nicht immer Pizzeria und McDonalds sein.
Um satt zu werden, zahlt man dort am Ende nämlich ähnliche Preise.
Und die Differenz, die das Arcachon am Ende vielleicht doch etwas teurer sein sollte,
nehme ich bei dem guten Essen gerne in Kauf.

Preiswert eben 🙂

Vorhin an der „Total-Tanke …“

Vorhin mußte ich mal wieder tanken fahren.
Zapfsäule 6.

Fertig getankt, Betrag gemerkt, reingegangen.
Wollte mit Visa-Karte zahlen.
Karte in den Leser gesteckt … da fragt mich die Verkäuferin, ob ich schon eine der „Total-Karten“ habe.
Das sind solche Chip-Karten, vermutlich sowas ähnliches wie Payback.
Auf die Frage, ob das was kostet und was das ist, erklärt sie, dass es nichts kostet, man aber an einem Gewinn-Spiel
teilnehmen kann. Ich muss nur dieses kleine Heft ausfüllen.
Sie hält mir also das Heftchen hin, zieht meine Visa-Karte wieder raus (obwohl ich noch gar nicht den Betrag bestätigt habe) und meint, ich kann in aller Ruhe jetzt das Heft ausfüllen, sie regelt das mit meiner Karte.
Ähm …
Ich fülle also das Heft aus, behalte meine Visa-Karte, die sie wieder in den Karten-Leser steckt halb im Auge,
kann trotzdem nicht sehen, was sie da für nen Betrag bestätigt.
Fand ich schonmal nicht ganz so gut.
Ich hab also die Heft-Seite ausgefüllt (Name, Anschrift, Geburtsdatum … die „KD-Nummer“ hat die Kassiererin
vorher anscheinend per Hand ausgefüllt).
Unten ist ein Hinweis: Bitte umblättern.
Auf der nächsten Seite:

Zustimmungs-Erklärung und Datenverarbeitungsklausel

Blablabla … ein wenig Text, und ganz unten Datum und Unterschrift.
In so kurzer Zeit kann ich das eh nicht vernünftig durchlesen … ich rede ein wenig drumrum und sage der Frau,
dass ich das so schnell nicht unterschreibe! Will mir das zu Hause erstmal angucken.
Sie war etwas verdutzt und seufzte etwas, von wegen „jetzt hab ich aber schon diesen Beleg hier ausgedruckt usw“,
und den Betrag konnte sie dann auch nicht auf dieser Chip-Karte verbuchen.
War mir aber egal, sie hat mir die Unterlagen gegeben, ich hab den Kassen-Bon unterschrieben (vorher auf den Betrag geguckt, der korrekt war) und bin gegangen.

Vermutlich ist das mit diesem Gewinn-Spiel und der Karte ne harmlose Sache, zumal man auch ein Kreuz bei „bin nicht einverstanden“ machen konnte, was ich so schnell gar nicht gesehen hatte.

Aber solche „Husch Husch, bitte unterschreiben sie *hier*, ich kümmer mich um den Rest“-Aktionen liebe ich ja.

Bug in Audacity?

Hab eben fast nen Schreikrampf bekommen:

Hatte über 1 Stunde mit Audacity Material aufgezeichnet, dann das Fenster wieder sichtbar geschaltet, und da sah es so aus, als ob er gerade bei Minute 12 ist und den ganzen Anfang überschreibt!

Böse Böse … zum Glück wohl nur ein wirklich fieser Grafik-Bug.
Die Aufnahme scheint komplett zu sein, wenn auch etwas übersteuert :-/

Norah Jones im Tempodrom

20.6.04:

Gegen halb 10 kam ich in Berlin an.
30 Minuten später empfingen mich schon Kassy und „Keks“ an der Haltestelle „Schillingstraße“.
Von da gings zum „Alberts“, wo wir erstmal schön lange brunchen waren.
Und das bei wirklich gutem Wetter!

Danach waren wir etwas DVD und Fernsehen gucken, bevor ich mich dann gegen 18.30 in Richtung Tempodrom aufmachte.
Gegen 19 Uhr kam ich am „Anhalter Bahnhof“ an, und nach kurzem Umschauen entdeckte ich schon die „Zeltspitzen“ des Tempodroms.
Schon von weitem sah ich eine größere Anzahl von Menschen.
So, dann geht jetzt das große Schlange-Anstellen los.

Denkste!
Ich konnte ohne Verzögerung direkt reingehen! Kein Warten, kein Streß!
Okay, Beginn war um 20 Uhr, ich war immerhin ne Stunde früher da.
Trotzdem hatte ich das Schlange-Stehen vom Shakira-Konzert noch in bester Erinnerung.
Anscheinend hatte das Tempodrom die Türen schon seit längerer Zeit offen, und gegen ein „Tauschkarte“ oder so konnte man zwischendurch wieder rausgehen und sich auf die Treppen setzen oder anderes tun.
Sehr clever!
An den mindestens 6 Getränke-Bars war es ähnlich: Auch hier ging es äußerst zügig voran!
Sehr schön! 🙂
Ich hatte eh den Eindruck, dass das Tempodrom ziemlich klar strukturiert und übersichtlich aufgebaut war.
Die Toiletten waren sauber und es gab Hintergrund-Musik.

Gegen 19.30 Uhr war Einlaß in den großen Saal.
Hier gab es große „Block-Schilder“, so daß man sich auch hier recht schnell zurecht fand.
Trotzdem saß ich zuerst in der falschen Reihe (Reihe 5 statt 4) … die beiden Leute neben mir übrigens zufällig (!) auch!
Egal, bin dann eine Reihe nach vorne gestiegen, hatte eine sehr schöne Sicht leicht schräg auf die Bühne.
Ich hatte allerdings gedacht, dass Reihe 4 relativ weit vorne ist.
Aber vor mir in der Mitte waren noch mal 20 oder mehr Reihen.
Nunja, im Vergleich zu den letzten (oberen) Reihen war es immer noch ziemilch nah, und durch die treppenartige Sitzanordnung kann einem normalerweise auch keiner die Sicht auf die Bühne trüben.

Kurz vor 20 Uhr.
Es war schon ziemlich voll.

Als „Vorgruppe“ kam so ein Gitarren-Spieler, der meist recht langsame Stücke brachte.
Eher etwas für die ruhigen Stunden .. aber keinesfalls schlecht!
Als er nach 30 Minuten von der Bühne wollte, kamen Norah und ihre „very handsome band“ und gratulierten ihm zum Geburstag und sangen für ihn Happy Birthday.
Er schien sichtlich angetan und bedankte sich herzlich.

Norah und Co. verschwanden noch einmal für 15 Minuten, bevor es dann richtig losging!

Für die nächsten 1,5 Stunden gab es ein wirklich geniales Konzert, mit einer Norah Jones, die auch aus einer Casting-Show-Band stammen könnte, die zum 5. Mal auf der Bühne steht und das alles recht lustig findet, und einfach nur Spaß an der Musik hat.
Dieses Trennungs-Gefühl „Ich = Star; Ihr = Publikum“ wollte sich partout nicht einstellen!
Man hatte nie das Gefühl, dass sie vor dem Publikum spielt, sondern im Publikum bzw. mit dem Publikum zusammen. Auf derselben Stufe.
Sie war total locker/naiv drauf und kam wirklich sehr natürlich rüber, was sie sehr sympatisch machte.
Die zum Teil wirklich ohren-betäubenden Begeisterungs-Stürme des Publikums bestätigten, dass es ihnen genauso erging.

Ich muss ja zugeben, dass ich während des Konzerts eine gedankliche Auszeit für ca. 10 Sekunden nahm und mir überlegte … wie zum Teufel soll ich diese Atmosphäre später im Weblog beschreiben?
Vielleicht kriegen es die Zeitungen ja besser hin.

Fasziniert war Norah wohl vom Tempodrom an sich, genauer, vom großen Saal,
welcher auf sie wir ein Zirkus-Zelt wirkte, wie sie uns wissen lies.
Auch die „Sparkles“ (ich vermute, sie meint die gelben Treppen-Lichter) scheinen sie ziemlich beeindruckt zu haben!

Insgesamt waren die Songs etwas auf „Live“ zugeschnitten, mit stärkeren Gitarren und kräftigen Drums!
Diese Solis, die eigentlich keine waren, weil im Hintergrund immer der Rest mitspielte, waren echt ein Hammer.
Man bekam das euphorische Dauer-Grinsen nicht aus dem Gesicht.
Meine Hände waren songweise echt schweiß-naß, weil das musikalisch echt dermaßen spannend war …
wie bei nem Krimi, wo man genau weiß, irgendwo kommt der Täten jetzt aus der Ecke hervor.
Ich weiß gar nicht, wie man als Schlagzeuger so pervers gegenläufig spielen kann, dass das Publikum immer wieder arge Schwierigkeiten mit dem stellenweisen Mitklatschen hat … und wie Norah und die anderen da nicht aus dem Konzept kommen.
„Kontrollierten Zufall“ würde ich das nennen .. eine echte Leistung IMHO.
Da merkt man eben doch, dass die Band einiges mehr drauf hat als schöne Jazz-Balladen.

Stellenweise erschien mir der Kontrabaß etwas „matschig“ abgemischt, oder die Sound-Anlage hat so viel nicht verkraftet, dass Norahs Stimme etwas im Baß unterging.
Glücklicherweise war das nur bei 2 oder 3 Songs der Fall.
Der Rest klang tadellos!
Gerade die minimalistischen Songs sind Norahs Stärke, IMHO. Da kommt ihre sanfte Stimme richtig gut zur Geltung.

Sehr beeindruckend war auch die Licht-Show!
Stand nie im Vordergrund, aber hat der Musik den passenden Rahmen gegeben!
Im Hintergrund war eine -Leihnwand, auf der dezente oder kräftige Farb-Verläufte und Effekte produziert werden konnten – allerdings (meist) keine Bilder, sondern einfach waberde Farben oder auch mal Sternen-Himmel (sah klasse aus!), ausdrucksstarke Farbtöne, auch ein Mond war mal zu sehen.
Wirklich sehr schick und elegant gemacht!
Dazu geb’s stellenweise viel Nebel, bei dem ich nun immer noch weiß, ob er hinter (!) der vermutlich halb-transparenten Leihnwand war, oder direkt auf der Bühne.
Jedenfalls war es trotz des Nebels (in dem sich stellenweise dezent die Schatten der Musiker „spiegelten“ …)
nie merklich nebelig auf der Bühne, die Musiker waren zu jedem Zeitpunkt sehr klar zu sehen!
Keine Ahnung, wie man so etwas hinbekommt, aber war wirklich beeindruckend.
Großes Kompliment an die Licht-Designer!

Nach einigen Zugaben waren die 1,5 Stunden leider viel zu schnell rum.
Hoffen wir, dass „Norah Jones and her very handsome band“ so locker und natürlich bleiben,
wie wir sie gestern Abend erleben durften.

„Mädchen, da hast du dir ein echt starkes Stück geleistet :-)“

Die weiteren Berlin-Ereignisse spar ich mir an dieser Stelle .. alles hat (mal wieder) sehr gut funktioniert.
Danke Kassy für die Übernachtungs-Möglichkeit, und Danke Julia für das nette Treffen 🙂